Audi zeigt neueste Lichttechnologie auf der IAA in Frankfurt

Audi OLED Technologie

Lichttechnolgien bei Autos haben den Betrachter schon immer fasziniert. Audi geht auf der IAA in Frankfurt den nächsten Schritt in der automobilen Lichttechnologie. Die neuen Matrix OLED-Leuchten ermöglichen eine bisher noch nicht gekannte Licht-Homogenität und eröffnen dem Design damit weiteren, kreativen Spielraum.

Persönlich hat mich Audi bereits im Jahre 2007 mit den Rückleuchten des Audi A6 begeistert! Sah einfach besser aus, als das Licht aus den vorherigen Jahren.

Audi Rückleuchten 2007

Als führende Marke bei der automobilen Lichttechnologie hat sich Audi alle Aspekte der OLED-Technologie über Jahre hinweg systematisch erarbeitet. Matrix OLED‑Leuchten bringen Hightech und Design ideal zusammen – aktuell laufen bereits erste Projekte, um die OLED-Technologie in der Heckleuchte in Serie zu bringen. Erstmalig werden sie in einer Studie auf der IAA gezeigt.

Definition OLED

OLED ist die Abkürzung des englischen „Organic light emitting diode“. In jeder OLED‑Einheit schließen zwei Elektroden, von denen mindestens eine transparent sein muss, eine Vielzahl dünner Schichten aus organischem Halbleitermaterial ein. Eine niedrige Gleichstromspannung – zwischen drei und vier Volt – bringt die Schichten zum Leuchten, die weniger als ein Tausendstel Millimeter dick sind. Die Farbe richtet sich dabei nach der Beschaffenheit der Moleküle der Lichtquelle.

Im Gegensatz zu Punktlichtquellen wie LEDs aus Halbleiterkristallen sind OLEDs Flächenstrahler: Ihr Licht erreicht eine Homogenität auf neuem Niveau und lässt sich stufenlos dimmen. Es wirft keine Schatten und benötigt keine Reflektoren, Lichtleiter oder ähnliche Optiken – das macht die OLED-Einheiten effizient und leicht. Zudem kommen sie fast ohne Kühlung aus.

Der Fortschritt bei der OLED-Technologie vollzieht sich rasant – auch durch die treibende Kraft von Audi. Wenn die Leuchtdichte weiter steigt, werden OLEDs bald auch das Blink- und Bremslicht erzeugen können. Die dünnen Glasscheiben, die heute das organische Material einschließen, werden durch Kunststofffolien ersetzt. Diese neuen flexiblen Trägermaterialien lassen sich dreidimensional formen und eröffnen den Designern damit ganz neue Gestaltungsspielräume.

Aufbau einer OLED

Welches Potential in der OLED-Technologie steckt, hat Audi bereits in mehreren Modellen und Exponaten gezeigt. Besonders hervorzuheben sind „OLED Lighting“ mit transparenten, mehrfarbigen OLEDs in der Silhouette des Autos und „The Swarm“ mit dreidimensionalem OLED-Display.

OLED DMD

Ein weiterer Vorteil der OLEDs: Sie lassen sich in kleine Segmente aufteilen, die sich mit unterschiedlicher Helligkeit ansteuern lassen; darüber hinaus wird es verschiedene Farben und transparente OLED-Einheiten geben. Dies ermöglicht neue Licht-Szenarien mit extrem schnellen Umschaltungen, die beleuchteten Teilflächen sind mit hoher Präzision voneinander abgegrenzt. Die OLED-Technologie wird damit bei Audi zur Matrix OLED-Technologie, ergänzend zur Matrix LED- und zur Matrix Laser-Technologie für die Scheinwerfer.

Eure Meinung zu Lichttechnologien

Jetzt bin ich gespannt. SInd Automobil Lichttechnologien wichtig für Euch, um beispielsweise ein individuelles Design zu kreiieren oder sind Lampen am hinteren Teil des Fahrzeuges Mittel zum Zweck und sollen einfach nur erkennbar Leuchten? Teilt mir jetzt Eure Meinung mit.

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  1. Hallo Rafael, ich finde den technologischen Schritt, den AUDI geht sicherlich richtig, gleichwohl sollte der Automobilhersteller auch an den Kunden denken. Ich bin nicht bereit, für eine Standard-Inspektion mal eben EUR 699,- zu bezahlen PLUS Scheibenwischer, plus Verbrauchsmaterialien und PLUS OLED-Service?? Es muss im Rahmen bleiben. Autofahren darf nicht (auch nicht im PremiumSegment) absoluter Luxuskracher werden. Daher appelliere ich an alle Automobilhersteller: Entwicklung und Innovationen sehr gerne, aber bitte nicht die kompletten Entwicklungskosten an den Kunden weiter reichen! Und ja, ich weiß: Es gibt auch den örtlichen Fahrradhändler…;-)

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